Referenz · Schloss Lichtenstein
Ein Schild am Schloss, 83.688 Mal gescannt
Schloss Lichtenstein hat kurze Saison, viele Besucher und einen Turm, auf den leider niemand hinaufkommt. Wir haben den Ausblick von oben digital begehbar gemacht – und ihn mit einem Schild genau dort platziert, wo die Leute ohnehin stehen.
- Ort
- Lichtenstein, Baden-Württemberg
- Art
- Baudenkmal, öffentlich zugänglich
- Umfang
- Turmausblick, vier Jahreszeiten, Schild vor Ort, zweisprachige Seite
- Läuft seit
- 2022
Ausgangslage
Zwei Lücken, die eine Website nicht schließt.
Ein Schloss auf einem Felsen zieht Besucher an, aber es gibt zwei Lücken. Die erste ist zeitlich: Wer im Winter plant, sieht Fotos und Öffnungszeiten, nicht den Ort. Die zweite ist räumlich: Der Blick vom Turm ist einer, den man sonst nirgends bekommt, nur kann man leider nicht hinauf. Beides ist mit einer Website nicht zu lösen, weil beides genau dann auftritt, wenn jemand schon da ist oder gerade überlegt, ob er fährt.
Umsetzung
Was gebaut wurde.
-
Der Turmausblick als begehbarer Standpunkt
Der Ausblick vom Turm, auf den sonst niemand hinaufkommt, wurde als 360°-Standpunkt festgehalten – abrufbar von überall, unabhängig von Wetter und Öffnungszeit. Das ist der Kern: nicht das ganze Schloss als Datenberg, sondern der eine Punkt, der den Besuch trägt.
-
Vier Jahreszeiten statt einer Momentaufnahme
Ein Schloss im Nebel und dasselbe Schloss im Schnee sind zwei verschiedene Argumente für einen Besuch. Statt einer Aufnahme gibt es vier, zwischen denen Besucher direkt wechseln – Frühling, Sommer, Herbst und Winter nebeneinander, nicht nacheinander.
-
Das Schild an der richtigen Stelle
Der entscheidende Teil steht nicht im Netz, sondern am Ort: ein Schild mit QR-Code dort, wo Besucher stehen und das Handy sowieso in der Hand haben. Damit wird aus einem Online-Angebot ein Angebot vor Ort – und aus dem Moment vor dem Schloss ein Blick, den man sonst nicht bekommt.
-
Zweisprachige Seite, kein App-Zwang
Die Landingpage hinter dem Code läuft auf Deutsch und Englisch, direkt im Browser, ohne Installation und ohne Login. Wer scannt, ist in zwei Sekunden drin – alles andere hätte an einem Ort mit internationalem Publikum und schwankendem Empfang nicht funktioniert.
Ergebnis
Was dabei herausgekommen ist.
83.688
Scans am Schild
Besucher, die den Rundgang direkt vor Ort geöffnet haben.
4
Jahreszeiten
Derselbe Ort in vier Fassungen, frei umschaltbar.
2
Sprachen
Deutsch und Englisch, ohne App und ohne Login.
Die aussagekräftigste Zahl ist nicht die Reichweite im Netz, sondern die vor Ort: 83.688 Scans am Schild. Das sind Menschen, die bereits da waren und trotzdem noch etwas sehen wollten, was ihnen der Besuch allein nicht gezeigt hätte. Für Kulturorte ist genau das der Hebel, der oft übersehen wird – der Rundgang wirbt nicht nur vor der Anreise, er verlängert den Besuch, während er stattfindet.
Ehrliche Einordnung
Was die Zahl sagt – und was nicht.
- Die Zahl 83.688 sind Aufrufe der Seite hinter dem QR-Code, gezählt seit Beginn des Projekts bis Oktober 2026. Sie sagt, wie oft der Rundgang vor Ort geöffnet wurde – nicht, wie viele verschiedene Personen das waren und nicht, wie viele davon Tickets gekauft haben.
- Die Rundgänge selbst laufen bei diesem Projekt auf der Plattform Treedis, nicht auf Vooon-eigener Infrastruktur. Neuere Projekte setzen wir auf unserem eigenen System mit EU-Hosting um; hier ist die historisch gewachsene Lösung geblieben, weil sie läuft.
- Wir haben für dieses Projekt keine Bauaufnahme, kein Aufmaß und keine restaurierungstaugliche Dokumentation geliefert. Es ging um Vermittlung und Sichtbarkeit, nicht um Denkmalpflege im bautechnischen Sinn.
Für wen das relevant ist
Museen, Schlösser, Burgen, Kirchen und Gemeinden mit einer Sehenswürdigkeit, die man nicht das ganze Jahr über oder nicht vollständig zeigen kann.
Passende Lösung ansehen →